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Lebensraum Bodensee

Das Ökosystem See im Wandel der Zeiten

Klar, bei Lebewesen im Bodensee denkt man zunächst an Fische. In der Tat ist es ein Hochgenuss, einen gut zubereiteten Felchen aus dem See zu verspeisen. Aber Fische sind nur ein kleiner Teil der vielfältigen Lebensgemeinschaften im See und an seinen Ufern. Vogelkundler schwärmen zum Beispiel von den großen Ansammlungen an Wasservögeln, die den See alljährlich als Winterquartier nutzen – darunter auch seltene Gäste aus dem hohen Norden wie zum Beispiel Singschwäne mit ihren typischen gelben Schnäbeln.

Wer die Gelegenheit hat, im Mikroskop einen Blick auf die mit dem Planktonnetz gefangenen winzig kleinen Wasserlebewesen zu werfen, dem erschließt sich eine ganz andere, eigenartige Welt: zuckende Wasserflöhe, wuselnde Rädertierchen, sternförmige Kieselalgen, bäumchenartige Goldalgen sind nur einige besonders augenfällig Beispiele. Eine unglaubliche Vielfalt, die für Fachleute wie Experten gleichermaßen beeindruckend ist.

Gerade am Bodensee eröffnet diese mikroskopisch kleine Wasserwelt hochinteressante Einblicke in das Ökosystem See. Denn in kaum einem anderen See in der Welt gibt es derart lange Untersuchungsreihen wie hier. Dieser Langzeit-Datenschatz erlaubt es, die Entwicklung dieser Lebensgemeinschaften über Jahrzehnte hinweg zu verfolgen. Dazu zählt insbesondere der Einfluss der übermäßigen Nährstoffanreicherung ab den 1950er Jahren – und die anschließende Gesundung des Sees, die sogenannte Reoligotrophierung. Bei allen Veränderungen, die diese Entwicklung im Ökosystem Bodensee mit sich gebracht haben, so hat die Analyse der Langzeitdaten doch eine erstaunliche Erkenntnis gebracht: die beeindruckende Toleranz der Phytoplankton-Lebensgemeinscahft gegenüber Störungen von außen.

Internetlinks: 

Blauer IGKB-Bericht Nr. 59: Die Phytoplankton-Entwicklung im Bodensee
http://www.igkb.org/fileadmin/user_upload/dokumente/publikationen/blaue_berichte/blauer_bericht_59.pdf

© 2015 Verein der Freunde des Instituts für Seenforschung und des Bodensees e.V.

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