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Der Bodensee als Hochwasserpuffer

Der See kann viel Wasser aufnehmen

Es regnete ohne Unterlass in Vorarlberg in den Tagen nach dem 19. August 2005. Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten: am 22. und 23. August verzeichnete der Bodensee mit 55 Zentimeter einen 24-Stunden-Rekord beim Anstieg des Seespiegels. Das waren noch zehn Zentimeter mehr als beim legendären Rekordhochwasser zu Pfingsten 1999. 

Doch während 1999 der Bodensee im wahrsten Sinne des Wortes überschwappte und die Ufer wochenlang überschwemmt waren, kam es im August 2005 zu keinem Hochwasser, weil der Seespiegel insgesamt niedriger war. Und das, obwohl dem Bodensee damals binnen weniger Tage 259 Millionen Kubikmeter Wasser zuflossen. Dies zeigt, wie wichtig die Funktion des Sees als Hochwasserrückhaltebecken über weite Strecken im Jahr ist. Er kann gewaltige Wassermengen aufnehmen und damit den Lauf des Hochwassers sozusagen stoppen – ein Segen für die am Hochrhein gelegenen Orte.

Der See selbst kommt mit den schwankenden Wasserständen, ja sogar mit Hochwasser, in der Regel gut zurecht. Tiere und Pflanzen im Uferbereich sind gut an die ökologischen Herausforderungen angepasst, die gerade am Bodensee zeitweise recht beachtlich sind: So müssen zum Beispiel die hier vorkommenden speziellen Strandrasengesellschaften heftigen Wellenschlag, kiesigen Untergrund und monatelange Überschwemmungen aushalten können. Für das Ökosystem Bodensee ist wichtig, dass dies auch in Zukunft so bleibt, mahnen die Seenforscher. Das ist gar nicht so selbstverständlich, denn die meisten Alpenseen sind inzwischen reguliert: Dort sorgt ein Wehr im Abfluss über das ganze Jahr hinweg für weitgehend gleiche Wasserstände.

Internetlinks:
http://www.bodensee-hochwasser.info/
LUBW-Broschüre: „Langzeitverhalten der Bodensee-Wasserstände“
http://www.bodensee-hochwasser.info/pdf/langzeitverhalten-bodensee-wasserstaende.pdf

 

© 2015 Verein der Freunde des Instituts für Seenforschung und des Bodensees e.V.

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